Pfarrei St. Johannes Venne

In St. Johannes Venne wird einmal im Monat die heilige Messe so gefeiert, wie es vor der Reform von 1970 in der Römischen Kirche üblich war. Diese "außerordentliche", fälschlicherweise "tridentinsch" genannte Form ist nachweislich über 1500 Jahre alt. Sie hat sich vom Ursprung her entwickelt und ist über die Jahrhunderte gewachsen und immer wieder behutsam gereinigt worden. Man kann sie also den "Ordo Originis" (ursprüngliche Ordnung) der hl. Messe nennen; sie ist in gewisser Weise das "Original".
Die augenfälligsten Unterschiede zum Ordo Novus, also der jetzt üblichen Form der Meßfeier, sind die Gebetsrichtung (der Priester betet mit der Gemeinde zum Altar/Kreuz/nach Osten blickend) und die lateinische Kultsprache. Beides ist zwar weder vom Zweiten Vatikanischen Konzil noch durch die Liturgiereform offiziell abgeschafft worden, praktisch aber fallen das "Umdrehen der Altäre" und die Verdrängung des Lateinischen durch die Volkssprache mit der Reform von 1970 zusammen.
Es fällt auf, daß der Priester nicht sofort zum Altar hinaufsteigt, sondern nach einem vorbereitenden Psalmgebet ("Zum Altar Gottes will ich treten, zu Gott, der mir die Jugend erfreut.") zuerst den Gläubigen seine Schuld bekennt und sie um ihr Gebet bittet, was dann auch umgekehrt erfolgt. Erst dann nähert der Priester sich betend dem Altar.

Bemerkenswert ist, daß auch die Lesungen (Epistel und Evangelium) nicht zum Volk hin gelesen werden. Die Lesung wird wie die Gebete nach Osten, das Evangelium nach Norden hin rezitiert. Dieses auf den ersten Blick befremdliche Zeichen drückt die Mündigkeit der Gemeinde aus:
Sie liest mit dem Priester die (als ihr bekannt vorausgesetzten) heiligen Texte, nämlich
Auffällig sind ferner die vielen Zeichen der Ehrfurcht: Kniebeugen, Verneigungen, überhaupt die exakte Gestik und persönliche Zurückhaltung des Priesters und schließlich die Phasen des stillen Gebets, vor allem beim Meßkanon, wenn sich das Mysterium der Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi vollzieht: “Alle Welt schweige in seiner Gegenwart.” (Hab 2,20)
Der Termin ist in der Regel der zweite Samstag im Monat. Die Messe beginnt jeweils um 10.30 Uhr. Die Schola (Interessierte mit Choralkenntnissen sind willkommen) trifft sich um 9.30 Uhr.
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Diese Angaben sind ohne Gewähr. Bitte schauen Sie im Publikandum., ob die Messe stattfindet, wie angekündigt.
Wenn Sie elektropostalisch auf den nächsten Termin und weitere Informationen rund um die Messe in der gregorianischen Ordnung hingewiesen werden möchten, schreiben Sie bitte an pfarrer(at)st-urban.de.
Es besteht eine Busverbindung von und nach Münster. (Suche z.B. von Münster (Westf), Hauptbahnhof, nach Senden (Westf), Venne Kirche, Ankunft 10.30 Uhr)